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Seine Geschichte
Über den Erfinder der Lautsprecher gibt es einen Film. Er hat bei den Filmfestspielen in Münster in der Kategorie „Kurzfilm“ gewonnen. Nach dem Abspann wird es noch einmal interessant ;-)
Der Erfinder des "logischsten Lautsprechers der Welt" ist der in Freiburg geborene Feinmechaniker und Diplom-Ingenieur Jürgen Leppert. Gebaut und vertrieben hat er die Lautsprecher ab 1968 in seiner Röhrenlautsprecher-Manufaktur in Karlsruhe. Über einen Zeitraum von 40 Jahren entwickelte Jürgen Leppert dieses Lautsprecherkonzept stetig weiter.
Einst war es wichtig, ein Lautsprecherpaar vergleichsweise günstig anzubieten. Jedoch stiegen mit der Zeit die Anforderungen der Kunden und zugleich die Qualität der eingesetzten Materialien an, sodass sich der Lautsprecher zu einem absoluten High-End-Produkt entwickelte. Beispielsweise wurde anfangs das Außenrohr des Lautsprechers lediglich lackiert. Ab der fünften Generation wurde dieses mit dem hochwertigen Velourskunstleder Alcantara bezogen, dessen Farbe die Kunden individuell wählen konnten. Auf Wunsch fertigte Jürgen Leppert die Lautsprecher sogar aus Holz. So entstanden auf den Kunden zugeschnittene individuelle Einzelstücke, die sich optisch klar von einem Standard-Lautsprecher abheben. Auch die Qualität der elektronischen Bauteile der Frequenzweiche und der Chassis erfuhren stetige Verbesserungen.
Von Beginn an war ein Lautsprecher mit optimaler Eigenresonanzunterdrückung, verhältnismäßig geringem Gewicht und guter Standfestigkeit Jürgen Lepperts erklärtes Entwicklungsziel. Es galt also, ein Lautsprechergehäuse zu entwerfen, welches keine Luft- und Gehäusewandresonanzen sowie Beugungsreflexionen ausbildet, wie sie bei einer klassischen Lautsprecherbox auftreten.
Ein Rohr, beziehungsweise eine spezielle Anordnung mehrerer Rohre bilden dabei die Lösung für ein ideales Lautsprechergehäuse. Stets betont sei die dahinter liegende Logik: Aufgrund der hohen Steifigkeit trotz geringer Wandstärken ist jeder druckbeständige Behälter zylindrisch oder kugelförmig.
Doch es wird noch besser. Leichte Röhrenlautsprecher haben einen signifikanten Vorteil gegenüber herkömmlichen „schweren“: sie sind mobil. Leichtes Positionieren der Lautsprecher ist von entscheidender Bedeutung für den optimalen Klang einer Hifi-Anlage. Mit zwei Handgriffen steht der Röhrenlautsprecher in optimaler Position, entweder auf einem Drittel des Wandabstandes oder im Nahfeld.
Der spannendste und kritischste Moment beim Aufbau eines Lautsprechers ist die Verklebung des Alcantaras auf das Außenrohr, siehe Bild unten rechts. Ein letztes Mal „innehalten“, denn wenn jetzt etwas schief geht, waren die bereits durchgeführten Arbeiten am Außenrohr vergeblich und das hochwertige Velourskunstleder ist verloren.
Jürgens Kunden waren neben Musikern und High-End-Liebhabern auch Menschen, die für ihr Wohnzimmer ein außergewöhnliches Design suchten.
Die Röhrenlautsprecher waren anfangs aus Holz. Schon früh kam Jürgen Leppert zu dem Schluss, dass sich Hartpapier als Gehäusematerial besser eignet. Es dämpft störende Resonanzen stärker als die im Lautsprecherbau üblichen Materialien wie MDF oder Multiplex. Gleichzeitig reduziert es das Gewicht des Lautsprechers. Diese Entdeckung war die Geburtsstunde des mobilen Lautsprechers und der Beginn der Logo-Serie.
Die obige Abbildung zeigt eine kleine Übersicht über die große Modellvielfalt der Logo-Serie, die ab 1989 hergestellt wurde. Die letzte Ausbaustufe, der Logo KX (im Bild ganz rechts) wurde erstmals im Jahr 2010 präsentiert. Dieser Lautsprecher stellt nach einer langen Entwicklungsgeschichte das Optimum für die audiophile Wiedergabe von Musik und für das akustische Erlebnis beim Schauen von Filmen dar.
Heute wird die Produktion und Weiterentwicklung der Logo KX durch die Lautsprechermanufaktur Braun und Co. weiter geführt.