Zum Vergrößern klicken

Zum Vergrößern klicken

Zum Vergrößern klicken

Zum Vergrößern klicken

Die Position eines Lautsprechers ist für die Wiedergabe von Musik in höchster Qualität entscheidend. In akustischer Hinsicht sind Wiedergaberäume unzureichend, können in der Regel aber nicht oder kaum verändert werden. Daraus ergibt sich die Forderung nach einer Veränderbarkeit der Position der Lautsprecher. Die Mobilität unserer Lautsprecher ist daher von entscheidender Bedeutung und Teil des Konzepts. 
 
Durch eine Aufstellung der Lautsprecher im goldenen Schnitt des Raumes werden keine Raumresonanzen angeregt und die Qualität des Basses erheblich gesteigert. Gleichzeitig verbessert sich die akustische Abbildung deutlich. Spätere und leisere Reflexionen an den Wänden verhindern die Verbiegung des Frequenzgangs.
 
Bereits im Jahr 1986 wurden in einem Artikel der Zeitschrift "Stereoplay" die Zusammenhänge zwischen Hörraum und Lautsprecher beziehungsweise der Lautsprecheraufstellung detailliert beschrieben und mittels Messungen sichtbar gemacht (vgl. Zeitschrift, Vereinigte Motor-Verlage GmbH & Co.KG., Stereoplay Nr. 11, November 1986, Seite 119 ff).

Die erste Abbildung zeigt den Zeitschrieb eines Sinustons mit 40 Hz. Die Abbildungen daneben zeigen die Impulsantwort bei einer Eckaufstellung des Lautsprechers. Das mittlere ist aufgenommen mit einem Mikrofon im Abstand von 50 cm zum Lautsprecher. Im rechten Bild steht das Mikrofon in der Raummitte (Bildquelle: Zeitschrift Vereinigte Motor-Verlage GmbH & Co. KG., Stereoplay Nr. 11, November 1986, Seite 119).

Der Einfluss des Raumes auf die Impulswiedergabe ist frappierend. In der Nähe der Resonanzfrequenz des Raumes entstehen ein schnelles Auf- und Überschwingen der Amplitude sowie ein vergleichsweise langsames Ausklingen der Schwingung. Für den Hörer zeigt sich dies in einem unpräzisen, dröhnenden Bass.

In vielen Fällen werden die Lautsprecher an der Wand oder in Zimmerecken aufgestellt. Dies ist für den optimalen Hörgenuss ungünstig, da es zu Verschmierungen von Schallereignissen durch virtuelle Abbildungen führt. Logischerweise wird der Höreindruck unpräzise. 

Diese Skizze verdeutlicht die Lautsprecheraufstellung an der Wand oder auf einem Drittel des Wandabstandes. Die Mobilität der Lautsprecher ermöglicht es dem Hörer, im idealen Stereodreieck zu sitzen, was essentiell für die Wiedergabe ist. 

Herkömmlichen Lautsprecherboxen fehlt durch ihr hohes Gewicht die Möglichkeit der idealen Aufstellung. Über Schalter wird versucht, den Frequenzgang an den Raum anzupassen.
 
Moderne Raumeinmesssysteme können zwar die Problematik etwas entschärfen, sie können aber die Physik nicht überlisten. So können weder die Lage der Raummoden geändert noch ungünstige Reflexionen oder ein Nachhall vermieden werden. Mehrere Grundvoraussetzungen sind für die Realisierung eines mobilen Lautsprechers zu erfüllen.

Das Gewicht
Mit nur 12,5 kg Gewicht eines Lautsprechers ist eine leichte Positionierbarkeit und solide Standfestigkeit gegeben.

Das Gehäusematerial
Hartpapier eignet sich als Gehäusematerial aufgrund seiner dämpfenden Eigenschaften besser, als die im Lautsprecherbau üblichen Materialien wie Holz, MDF oder Multiplex. Gleichzeitig reduziert es das Gewicht. Die notwindige Steifigkeit kommt dabei aus der Form des Gehäuses.

Die Gehäuseform
Eine spezielle Anordnung mehrerer Rohre bildet ein ideales Lautsprechergehäuse für eine Leichtbaukonstruktion. Der Trick dabei ist, dass die hohe Steifigkeit zylindrischer Rohre aus ihrer Form entsteht. Dies erlaubt die Reduktion der Materialstärken, anders als bei klassischen, quaderförmigen Boxen. Dies ist auch logisch, denn jeder Druckbehälter ist rund. Diese Bauform hat noch weitere Vorteile. Es bilden sich keine Gehäusewand- und Luftresonanzen sowie Beugungsreflexionen aus.

Die beiden seitlich am oberen Ende des Standrohres angebrachten Löcher erlauben einen sehr bequemen Griff beim Positionieren. Die Öffnungen sind mit handschmeichelnden Holzteilen versehen, die zugleich die Bassöffnungen darstellen und durch ihre Form das sogenannte „Rauschatmen“ verhindern.

Das Lautsprecherprinzip
Das Funktionsprinzip des logischen Lautsprechers ist eine modifizierte Transmission Line (TML). Dank des bassverstärkenden Effekts dieses Lautsprecherprinzips kann mit verhältnismäßig kleinen Chassis ein schöner, fülliger Bass erzeugt werden, der bis auf 40 Hz hinunter reicht. Deshalb passt dieses Prinzip optimal zu einem mobilen Lautsprecher, der ein schlankes Lausprechergehäuse ohne großen Raumbedarf ermöglicht. Das Lautsprechergehäuse hat einen Durchmesser von 25 cm.


Die Chassis
Der 2,5-Wege-Lautsprecher besitzt zwei Chassis. Als Frontchassis wird ein von einem deutschen Edelhersteller entwickeltes Koaxialchassis eingesetzt. Bei diesem ist der Hochtöner in dem Tief-Mitteltöner integriert. Dies ermöglicht beim Nahfeldhören eine phantastische und anders kaum zu erreichende Wiedergabequalität, da keine Laufzeitdifferenzen der Signale zum Ohr auftreten, so wie sie bei einer räumlich getrennten Anordnung von Tief-Mittelton- und Hochtonchassis entstehen würden.

Aber auch bei einer Positionierung der Lautsprecher im goldenen Schnitt des Raumes stehen die Lautsprecher vergleichsweise nah am Hörer, vor allem in kleineren Zimmern. Auch hier profitiert das Klangbild durch das Koaxialchassis. Der Hochtöner sitzt auf der idealen Höhe von 1 Meter. Wie bei einem Livekonzert befindet sich die virtuelle Bühne auf Kopfhöhe.

Das Koaxialchassis ist an der Vorderseite des querliegenden Oberrohrs angebracht, der Tieftöner an der Rückseite zeigt nach hinten. Die im Gegentakt arbeitenden Membranen bewirken eine Auslöschung ihrer Impulse. So wird eine Schwingungseinleitung in das Gehäuse minimiert. Dieser Effekt unterstützt das Leichtbaukonzept. Im Gegensatz dazu wird im traditionellen Lautsprecherbau den Membranschwingungen viel Masse entgegengestellt.

Die Frequenzweiche
Die Frequenzweiche verteilt die Signale auf die Chassis. Die Steilheit der Filter wurde so gewählt, dass eine harmonische Übergabe des Frequenzgangs von einem Chassis zum nächsten erfolgt. Der konsequente Einsatz von High-End-Komponenten garantiert eine perfekte Weitergabe aller Details der Musik. Unsere niederohmige Frequenzweiche ermöglicht einen hohen Durchgriff des Verstärkers auf das Tieftonchassis und einen hohen Gesamtwirkungsgrad.

Wir, die Lautsprechermanufaktur, lassen unsere Spulen bei der Firma Audio-Tschentscher nach unseren Bedürfnissen anfertigen.

Der Sockel
Für eine gute Standfestigkeit des Lautsprechers sorgt ein formschöner Sockel aus Holz. Auf Spikes kann aufgrund der speziellen Anordnung der Chassis verzichtet werden.

Das Terminal
Das vierpolige Terminal erlaubt den Anschluss eines Bi-Amping-Verstärkers. Kommt ein Stereoverstärker zum Einsatz, werden jeweils zwei der Anschlüsse mit Brücken aus hochreinem Kupfer miteinander verbunden. 

Steht der Lautsprecher in optimaler Position, sind die Signalverformungen minimal. Die nachfolgende Abbildung zeigt eindrucksvoll die gute Schallreproduktion des Originalsignals im Nahfeld (Bildquelle: Zeitschrift Vereinigte Motor-Verlage GmbH & Co. KG., Stereoplay Nr. 11, November 1986, Seite 119).